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Selbstbauanleitung Balkonkraftwerk mit Speicher

Lesezeit etwa 20 Minuten · Aufbau zu zweit etwa ein Tag

Am Ende steht ein Balkonkraftwerk mit zwei Solarmodulen und einem Akku, der überschüssigen Strom vom Mittag für den Abend aufhebt. Sie brauchen keine Vorkenntnisse in Elektrik. Sie brauchen aber Geduld bei den Anfragen vor dem Kauf, denn sobald ein Speicher dabei ist, gelten strengere Regeln als bei einem Balkonkraftwerk ohne Akku. Diese Anleitung sagt Ihnen bei jedem Schritt, was Sie selbst tun, wann Sie aufhören und wen Sie dann anrufen.

Der Ablauf im Überblick

PhaseWas passiertWerDauer
1Platz prüfen: Ausrichtung, Schatten, Maße, SteckdoseSie1 bis 2 Stunden, verteilt auf einen sonnigen Tag
2Anfragen: Vermieter oder Eigentümergemeinschaft, Netzbetreiber, Elektriker, VersicherungSie1 bis 4 Wochen Wartezeit
3EinkaufSie1 Stunde plus Lieferzeit
4Halterung, Module und Speicher aufbauen, Modulkabel steckenSie und ein Helfer1 Tag
5Zähler einbauen, Steckdose prüfen, Speicher anschließenElektriker1 Termin
6Einrichten in der AppSie1 Stunde
7Anmelden: Marktstammdatenregister und NetzbetreiberSie1 Stunde

Was Sie selbst machen dürfen und was nicht

Bitte vor dem Kauf lesen. Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher dürfen Sie bis 800 VA Wechselrichterleistung selbst in Betrieb nehmen. Mit Speicher ist es enger. Das Bundeswirtschaftsministerium schreibt, der Speicher müsse im Marktstammdatenregister angegeben und zusätzlich beim Netzbetreiber angemeldet werden. Die Verbraucherzentrale schreibt, für Geräte mit Speicher gebe es noch keine Produktnorm und keine vereinfachte Anmeldung; bis dahin müsse ein zugelassener Elektriker den Speicher anschließen. Andere Ratgeber sehen das lockerer. Weil Sie sich nicht auf Streitfragen verlassen sollten, plant diese Anleitung den Elektriker fest ein.
ArbeitSelbst?
Halterung und Module montierenJa
Modulkabel verlegen und in den Speicher steckenJa
Speicher aufstellenJa
Zähler im Zählerschrank einbauenNein, Elektriker
Steckdose und Stromkreis prüfen, Speicher an die Steckdose anschließenNein, Elektriker
Gehäuse öffnen, Kabel im Gerät verändernNie
Anmeldung im MarktstammdatenregisterJa, kostenlos
Anmeldung des Speichers beim NetzbetreiberJa, oder der Elektriker erledigt es

Die Grenzen für Steckersolargeräte: Wechselrichter höchstens 800 VA, Module zusammen höchstens 2.000 Wp. Entscheidend ist die Angabe auf dem Typenschild des Geräts, nicht eine Einstellung in der App. Beim Datenblatt der Anker SOLIX Solarbank 3 Pro stehen neben 800 W auch 1.200 W (Netzbetrieb) und 2.000 W (Bypass). Fragen Sie den Hersteller schriftlich, welchen Wert das Typenschild trägt und ob er das Gerät als Steckersolargerät führt. Heben Sie die Antwort auf, Sie brauchen sie bei der Anmeldung.

Fünf Begriffe, die in der Anleitung vorkommen

Phase 1: Den Platz prüfen

Nehmen Sie sich einen sonnigen Tag und ein Handy. Diese Schritte brauchen zusammen etwa eine Stunde.

  1. Himmelsrichtung bestimmen. Öffnen Sie die Kompass-App Ihres Handys, stellen Sie sich dorthin, wo die Module hängen sollen, und halten Sie das Handy flach. Süden liegt bei 180 Grad. Zwischen Südost und Südwest ist der Ertrag gut. Ost oder West liefert weniger insgesamt, verteilt den Strom aber auf Morgen und Abend.
  2. Schatten prüfen. Fotografieren Sie den Platz um 9, 12 und 15 Uhr in Richtung Himmel. Achten Sie auf Bäume, Nachbarhäuser, Dachvorsprünge und Antennen. Schon ein dünner Schatten, der über einen Teil des Moduls läuft, kann seinen Ertrag spürbar senken. Wenn der Platz zwischen 10 und 15 Uhr längere Zeit im Schatten liegt, suchen Sie einen anderen.
  3. Maße nehmen. Messen Sie die verfügbare Fläche mit dem Maßband aus. Ein Modul dieser Klasse ist typischerweise etwa 1,7 m hoch und 1,1 m breit und wiegt rund 20 kg. Das genaue Maß steht im Datenblatt des Moduls. Zwei Module nebeneinander brauchen also etwa 2,3 m Breite.
  4. Befestigung beurteilen. Geländer müssen fest verschraubt sein und dürfen nicht wackeln. Bei einer Wand brauchen Sie massiven Untergrund (Beton, Vollziegel, Vollstein). Hohlziegel und Dämmfassaden tragen so ein Gewicht nicht ohne Spezialanker. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie einen Handwerker draufsehen.
  5. Weg zur Steckdose messen. Die Steckdose soll in der Nähe des Speichers sein, geerdet und wettergeschützt. Eine Mehrfachsteckdose ist nicht erlaubt. Messen Sie, wie weit Module und Speicher voneinander entfernt stehen, damit Sie die Modulkabel in der passenden Länge kaufen.
  6. Platz für den Speicher festlegen. Er wiegt 29,2 kg und braucht eine ebene, tragfähige Fläche, nicht in einer Pfütze und nicht im Dauerregen.
Checkliste Phase 1. Richtung notiert, Schattenfotos gemacht, Modulmaße und Fläche verglichen, Befestigung beurteilt, Abstand Module–Speicher–Steckdose gemessen, Standort des Speichers bestimmt.

Den Ertrag für Ihre Adresse rechnen Sie mit dem Solarrechner oder mit dem EU-Werkzeug PVGIS. Als grober Richtwert liefern 860 Wp bei freier Südlage in Deutschland etwa 700 bis 900 kWh im Jahr. Am senkrechten Geländer sind es weniger.

Phase 2: Anfragen vor dem Kauf

Vermieter oder Eigentümergemeinschaft

Steckersolargeräte zählen seit Oktober 2024 zu den privilegierten Maßnahmen. Sie müssen sich melden, ablehnen darf man nur aus einem wichtigen Grund. Schreiben Sie eine kurze Nachricht: wo die Module hängen sollen, wie viele es sind, dass die Halterung fachgerecht befestigt wird, und dass Sie für Anmeldung und Versicherung sorgen. Bewahren Sie die Antwort auf.

Netzbetreiber

Rufen Sie an oder schreiben Sie. Notieren Sie Name und Datum der Auskunft. Fragen Sie:

  1. Wie melde ich einen Batteriespeicher an einem Steckersolargerät an? Gibt es ein Formular oder Portal?
  2. Verlangen Sie, dass ein Elektriker den Anschluss ausführt und bestätigt?
  3. Welchen Zähler habe ich, und wann wird er getauscht?

Elektriker

Suchen Sie einen Betrieb, der in das Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Sagen Sie klar, was Sie vorhaben: Zähler für den Speicher einbauen, Steckdose prüfen, Speicher anschließen, Prüfprotokoll. Fragen Sie nach dem Preis vorab und ob er die Anmeldung beim Netzbetreiber mit übernimmt.

Versicherung

Sagen Sie der Hausratversicherung Bescheid und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Anlage mitversichert ist. Gleiches gilt für die Haftpflicht.

Phase 3: Einkauf

Bestellen Sie erst, wenn die Antworten aus Phase 2 da sind. Preise und Lieferzeiten ändern sich laufend. Prüfen Sie vor dem Kauf immer, was im Lieferumfang steht, denn Angebote mit demselben Titel unterscheiden sich.

Anlagenteile

Nr.TeilMengeProduktWozu
1Solarmodule2Solarmodul 430 W, bifazial, All-Black, Glas-GlasErzeugen den Strom. Zusammen 860 Wp. Bei Mehrfachpacks entsprechend weniger bestellen.
2Speicher mit Wechselrichter1Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro mit Smart MeterAkku mit 2.688 Wh und eingebautem Wechselrichter. Sie brauchen keinen zweiten Wechselrichter. Der Smart Meter gehört laut Angebotstitel dazu. Prüfen Sie den Lieferumfang vor dem Kauf.
3Verlängerungskabel Modul → Speicher2Solartronics Solarkabel 4 mm², 5 m, beidseitig mit SolarsteckerJe Modul ein Kabel. Kürzere oder längere Varianten nach Ihrer Messung wählen.
4UV-feste Kabelbinder1 PackKabelbinder schwarz, 300 mm, UV-beständigHalten die Kabel an Halterung und Wand.
5Kabelschellen1 PackKabelschellen zum Schrauben, schwarz, mit M4-SchraubenFühren das Kabel an Wand oder Balkonbrüstung.

Halterung, je nach Standort eine wählen

StandortProduktHinweis
BalkongeländerHalterung für Balkongeländer, Aluminium, Winkel 0° oder 15–30°Prüfen Sie, ob Ihr Handlauf rund oder eckig ist und welche Breite er hat. Zwei Module brauchen zwei Sets, falls das Angebot nur ein Paar enthält.
Flachdach, Terrasse, GartenAufständerung für 2 Module, 114 cm, Winkel 0 bis 90° einstellbarMuss gegen Wind gesichert werden: verschrauben oder mit schweren Platten beschweren.
Hauswand, FassadeHalterung für 2 Solarmodule, 15 bis 30°, für Fassade, Balkon und FlachdachPrüfen Sie, ob Dübel im Lieferumfang sind. Passende Dübel für Ihren Untergrund besorgen Sie im Baumarkt.

Phase 4: Der Aufbautag

Am Vortag

  1. Packen Sie alles aus und legen Sie es auf einer sauberen Fläche zusammen. Vergleichen Sie jedes Teil mit dem Lieferschein. Notieren Sie Fehlendes und melden Sie es sofort dem Verkäufer.
  2. Lesen Sie die Montageanleitung der Halterung vollständig. Wo sie von dieser Anleitung abweicht, gilt die Montageanleitung.
  3. Suchen Sie einen Helfer. Ein Modul wiegt rund 20 kg und ist als große Fläche schwer zu halten, der Speicher wiegt 29,2 kg.
  4. Schauen Sie auf den Wetterbericht. Wählen Sie einen trockenen, windarmen Tag. Bei Wind fassen die Module wie Segel.

Sicherheit während der Arbeit

Schritt 1: Halterung am Balkongeländer

  1. Legen Sie die Halterungsteile aus und stellen Sie sie neben dem Geländer bereit.
  2. Hängen oder klemmen Sie die unteren Haken ein, genau nach Anleitung. Setzen Sie sie auf Höhe der Modulunterkante.
  3. Ziehen Sie die Schrauben zunächst leicht an, so dass sich die Teile noch verschieben lassen.
  4. Prüfen Sie mit der Wasserwaage, dass die Auflageschienen waagerecht liegen.
  5. Ziehen Sie die Schrauben fest, kreuzweise und gleichmäßig. Nehmen Sie den Drehmomentschlüssel, wenn die Anleitung einen Wert nennt.
  6. Rütteln Sie kräftig an der Halterung. Sie darf sich nicht bewegen.
  7. Sichern Sie die Halterung bis zum Einhängen der Module mit einem Spanngurt am Geländer.

Schritt 1 (Alternative): Halterung auf Flachdach, Terrasse oder Garten

  1. Suchen Sie einen ebenen, tragfähigen Untergrund. Bohren Sie nichts in die Dachabdichtung, ohne vorher einen Dachdecker zu fragen.
  2. Bauen Sie die Aufständerung nach Anleitung zusammen, ohne die Module einzusetzen.
  3. Stellen Sie sie so, dass die Module nach Süden zeigen. Ihr Kompass zeigt die Richtung.
  4. Stellen Sie den Neigungswinkel ein. Für den Jahresertrag sind grob 30 bis 40 Grad günstig. Steiler hilft im Winter, flacher im Sommer.
  5. Sichern Sie die Aufständerung gegen Wind: verschrauben oder mit schweren Platten beschweren, so dass sie sich nicht abheben kann.

Schritt 1 (Alternative): Halterung an der Hauswand

  1. Zeichnen Sie mit Wasserwaage und Maßband die Lage der beiden Schienen an. Halten Sie den Abstand der Module zueinander und zur Wand frei.
  2. Suchen Sie mit dem Leitungssucher an allen Bohrpunkten nach Strom- und Wasserleitungen. Bohren Sie nur dort, wo das Gerät nichts anzeigt.
  3. Setzen Sie die Schutzbrille auf und bohren Sie die Löcher mit dem Bohrhammer, genau in der Länge und im Durchmesser, die der Dübel verlangt.
  4. Blasen Sie den Bohrstaub aus den Löchern. Staub im Loch nimmt dem Dübel die Haltekraft.
  5. Setzen Sie die Dübel ein und schrauben Sie die Schienen an. Ziehen Sie alle Schrauben gleichmäßig an.
  6. Prüfen Sie mit der Wasserwaage, dass beide Schienen waagerecht und parallel sind.
  7. Rütteln Sie an den Schienen. Sie dürfen sich nicht bewegen.

Schritt 2: Module einsetzen

  1. Ziehen Sie die Handschuhe an. Tragen Sie ein Modul zu zweit an den Längsseiten, nie am Glas und nie an den Anschlusskabeln.
  2. Setzen Sie das erste Modul so ein, dass die Anschlusskabel nach unten zeigen. So läuft kein Wasser in die Stecker.
  3. Befestigen Sie es genau nach Anleitung der Halterung. Halten Sie es dabei, bis alle Klemmen oder Schrauben sitzen.
  4. Setzen Sie das zweite Modul daneben und befestigen Sie es genauso. Lassen Sie zwischen den Modulen den Abstand, den die Anleitung nennt.
  5. Rütteln Sie an beiden Modulen. Sie dürfen nicht klappern.
Stopp, falls es nicht stimmt. Wenn sich ein Modul nur mit Gewalt einsetzen lässt, passt die Halterung nicht zum Rahmenmaß. Drücken Sie nichts mit Kraft ein. Prüfen Sie die Maße und tauschen Sie die Halterung.

Schritt 3: Speicher aufstellen

  1. Wählen Sie den in Phase 1 festgelegten Platz. Der Boden ist eben, fest und trocken.
  2. Tragen Sie das Gerät zu zweit an den vorgesehenen Griffen. Es wiegt 29,2 kg.
  3. Stellen Sie es ab und prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob es gerade steht.
  4. Halten Sie rundherum Abstand, damit Luft zirkulieren kann und nichts den Anschluss berührt.
  5. Das Gerät hat die Schutzart IP65 und arbeitet laut Datenblatt zwischen −20 und 55 °C. Stellen Sie es trotzdem nicht in pralle Mittagssonne oder in eine Wasserlache.
  6. Lassen Sie es noch ausgeschaltet.

Schritt 4: Modulspannung gegen den Speichereingang prüfen

Dieser Schritt kostet nur zwei Minuten am Datenblatt und schützt Ihr Gerät vor einer Überspannung.

  1. Suchen Sie im Datenblatt oder auf dem Typenschild des Moduls den Wert „Voc“ (Leerlaufspannung) in Volt.
  2. Rechnen Sie bei Frost einen Aufschlag von etwa 10 Prozent drauf, denn kalte Module liefern höhere Spannung.
  3. Der Wert muss unter 60 V liegen. Das ist die Höchstspannung eines Solareingangs der Solarbank (Herstellerdatenblatt).
  4. Jedes Modul bekommt einen eigenen Eingang. Schalten Sie die beiden Module nicht hintereinander.
  5. Passt der Wert nicht, stecken Sie nichts an und fragen Sie Hersteller oder Händler.

Nach dem Einschalten (Schritt 6) zeigt die App die Spannung und Leistung je Eingang an. Dort kontrollieren Sie, dass beide Module Werte liefern.

Schritt 5: Kabel verlegen und anschließen

  1. Schalten Sie den Speicher aus. Ein Schalter oder die App zeigt den Zustand.
  2. Verlegen Sie je ein Verlängerungskabel vom Modul zum Speicher. Das erste Kabel verbinden Sie mit Modul 1, das zweite mit Modul 2.
  3. Lassen Sie vor jedem Stecker eine kleine Schlaufe nach unten hängen. So tropft Regenwasser an der Schlaufe ab und läuft nicht in den Stecker.
  4. Stecken Sie das Kabel von Modul 1 in einen Solareingang des Speichers, bis es hörbar einrastet. Ziehen Sie leicht daran, es darf sich nicht lösen.
  5. Stecken Sie das Kabel von Modul 2 in einen anderen Solareingang. Jedes Modul nutzt einen eigenen Eingang.
  6. Befestigen Sie die Kabel an Halterung und Wand mit den UV-festen Kabelbindern und den Kabelschellen. Legen Sie sie nicht über scharfe Kanten und ziehen Sie sie nicht stramm.
  7. Der Speicher bleibt noch aus und ohne Verbindung zur Steckdose.

Stopp: Hier beginnt der Elektriker

Die Anlage steht und ist mechanisch fertig. Stecken Sie den Speicher nicht in die Steckdose und bauen Sie keinen Zähler ein. Das macht der Elektriker.

Geben Sie ihm vor dem Termin die Herstellerunterlagen von Speicher und Zähler, das Datenblatt und die schriftliche Auskunft des Herstellers zum Typenschild. Er prüft die Steckdose (geerdet, wettergeschützt, kein Mehrfachstecker), den Stromkreis und die Absicherung, baut den Zähler im Zählerschrank ein und schließt den Speicher an. Lassen Sie sich ein Prüfprotokoll geben und bewahren Sie es auf.

Schritt 6: Einrichten in der App

  1. Installieren Sie die Hersteller-App auf dem Handy und legen Sie ein Konto an.
  2. Schalten Sie den Speicher ein und folgen Sie dem Koppeln-Assistenten der App. Viele Geräte nutzen nur das 2,4-GHz-WLAN. Wenn die Verbindung scheitert, schalten Sie das Handy auf dieses Netz um.
  3. Aktualisieren Sie die Firmware, bevor Sie etwas anderes einstellen.
  4. Binden Sie den Smart Meter in der App ein, nach der Anleitung des Herstellers.
  5. Stellen Sie die Ausgangsleistung auf höchstens 800 W. Setzen Sie eine Untergrenze für die Entladung, damit der Akku nicht ganz leerläuft.
  6. Testen Sie: Schalten Sie einen Verbraucher ein, etwa den Wasserkocher, und beobachten Sie in der App, ob der Speicher die Leistung nachfährt. Das Gerät braucht ein paar Sekunden.

Schritt 7: Anmelden

Marktstammdatenregister.

  1. Registrieren Sie sich auf der Seite der Bundesnetzagentur mit einem Konto.
  2. Wählen Sie die Anmeldung „Steckerfertige Solaranlage“.
  3. Tragen Sie ein: Inbetriebnahmedatum, Gesamtleistung der Module (860 Wp), Wechselrichterleistung (Wert vom Typenschild), Standort und Zählernummer. Die Zählernummer steht auf Ihrem Stromzähler.
  4. Geben Sie den Speicher an. Ein Ratgeber nennt ihn eine eigene Einheit mit eigenem Eintrag. Folgen Sie den Fragen im Formular.
  5. Speichern Sie die Bestätigung als PDF und machen Sie ein Foto vom Typenschild.

Netzbetreiber. Melden Sie den Speicher dort zusätzlich an, so wie er es in Phase 2 gesagt hat. Wer nicht anmeldet, riskiert Nachmeldeaufforderungen, Bußgelder und Stilllegung.

Alter Stromzähler. Wenn Sie noch einen Ferraris-Zähler mit Drehscheibe haben, der rückwärts laufen kann, wird das bis zum Tausch geduldet. Die Anmeldung löst den kostenlosen Tausch durch den Netzbetreiber aus.

Die ersten vier Wochen

Pflege

Ein- bis zweimal im Jahr spülen Sie die Module mit Wasser und weichem Schwamm ab, ohne scheuernde Mittel. Dabei prüfen Sie die Stecker auf Feuchtigkeit und die Kabelbinder auf Sprödigkeit. Nach dem ersten Herbststurm ziehen Sie die Halterungsschrauben nach. Firmware-Updates spielen Sie ein, wenn die App sie anbietet. Rechnung und Seriennummer heben Sie für Garantiefälle auf.

Wenn es nicht läuft

BeobachtungWahrscheinliche UrsacheWas Sie tun
Kein Ertrag, Akku bleibt leerStecker nicht eingerastet oder Module verdecktSpeicher aus, Stecker neu setzen, später in der App die Spannung je Eingang ansehen
Ein Modul liefert deutlich weniger als das andereVerschattung, Schmutz, loser SteckerSchatten zu verschiedenen Zeiten prüfen, Modul reinigen, Stecker kontrollieren
Das Gerät verbindet sich nicht mit dem WLANFalsches Netz, zu weit vom Router entferntAuf das 2,4-GHz-Netz umschalten, Router näher heranrücken, im Zweifel den Hersteller kontaktieren
Der Speicher gibt abends nichts abEntladegrenze zu hoch, Smart Meter nicht eingebundenEinstellungen und Zähleranbindung in der App prüfen
Im Winter lädt der Akku nichtSchutzfunktion bei KälteTemperaturangaben im Handbuch lesen, den Standort windgeschützt wählen
Der alte Zähler dreht rückwärtsFerraris-ZählerGeduldet bis zum Tausch, Tausch beim Netzbetreiber nachfragen
Rauch, Brandgeruch, Hitze am GerätDefektSicherung des Stromkreises ausschalten, Abstand halten, bei Feuer die Feuerwehr rufen

Lohnt sich der Speicher?

Das Ministerium nennt einen Speicher im Einzelfall sinnvoll, aber wirtschaftlich abzuwägen. Der Speicher spart Ihnen nur den Strom, den Ihr Modul mittags erzeugt und den Sie erst abends brauchen. Wer tagsüber ohnehin viel verbraucht, gewinnt wenig. Wer tagsüber aus dem Haus ist und abends kocht und wäscht, gewinnt am meisten. Rechnen Sie so: zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunden im Jahr mal Ihrem Strompreis aus der Jahresabrechnung. Die Kilowattstunden lesen Sie nach ein paar Wochen in der App ab.

Quellen und Stand

Diese Anleitung ersetzt keine Beratung durch Netzbetreiber oder Elektrofachkraft. Die Rechtslage für Speicher kann sich ändern, prüfen Sie sie vor dem Kauf neu.

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