Selbstbauanleitung Balkonkraftwerk mit Speicher
Am Ende steht ein Balkonkraftwerk mit zwei Solarmodulen und einem Akku, der überschüssigen Strom vom Mittag für den Abend aufhebt. Sie brauchen keine Vorkenntnisse in Elektrik. Sie brauchen aber Geduld bei den Anfragen vor dem Kauf, denn sobald ein Speicher dabei ist, gelten strengere Regeln als bei einem Balkonkraftwerk ohne Akku. Diese Anleitung sagt Ihnen bei jedem Schritt, was Sie selbst tun, wann Sie aufhören und wen Sie dann anrufen.
Der Ablauf im Überblick
| Phase | Was passiert | Wer | Dauer |
|---|---|---|---|
| 1 | Platz prüfen: Ausrichtung, Schatten, Maße, Steckdose | Sie | 1 bis 2 Stunden, verteilt auf einen sonnigen Tag |
| 2 | Anfragen: Vermieter oder Eigentümergemeinschaft, Netzbetreiber, Elektriker, Versicherung | Sie | 1 bis 4 Wochen Wartezeit |
| 3 | Einkauf | Sie | 1 Stunde plus Lieferzeit |
| 4 | Halterung, Module und Speicher aufbauen, Modulkabel stecken | Sie und ein Helfer | 1 Tag |
| 5 | Zähler einbauen, Steckdose prüfen, Speicher anschließen | Elektriker | 1 Termin |
| 6 | Einrichten in der App | Sie | 1 Stunde |
| 7 | Anmelden: Marktstammdatenregister und Netzbetreiber | Sie | 1 Stunde |
Was Sie selbst machen dürfen und was nicht
| Arbeit | Selbst? |
|---|---|
| Halterung und Module montieren | Ja |
| Modulkabel verlegen und in den Speicher stecken | Ja |
| Speicher aufstellen | Ja |
| Zähler im Zählerschrank einbauen | Nein, Elektriker |
| Steckdose und Stromkreis prüfen, Speicher an die Steckdose anschließen | Nein, Elektriker |
| Gehäuse öffnen, Kabel im Gerät verändern | Nie |
| Anmeldung im Marktstammdatenregister | Ja, kostenlos |
| Anmeldung des Speichers beim Netzbetreiber | Ja, oder der Elektriker erledigt es |
Die Grenzen für Steckersolargeräte: Wechselrichter höchstens 800 VA, Module zusammen höchstens 2.000 Wp. Entscheidend ist die Angabe auf dem Typenschild des Geräts, nicht eine Einstellung in der App. Beim Datenblatt der Anker SOLIX Solarbank 3 Pro stehen neben 800 W auch 1.200 W (Netzbetrieb) und 2.000 W (Bypass). Fragen Sie den Hersteller schriftlich, welchen Wert das Typenschild trägt und ob er das Gerät als Steckersolargerät führt. Heben Sie die Antwort auf, Sie brauchen sie bei der Anmeldung.
Fünf Begriffe, die in der Anleitung vorkommen
- Wp (Watt Peak): die Höchstleistung eines Moduls bei Idealbedingungen. Zwei Module à 430 Wp sind 860 Wp.
- VA: die Scheinleistung des Wechselrichters, praktisch die Watt, die er ins Hausnetz abgeben kann. Die 800-VA-Grenze gilt für ihn.
- Voc: die Spannung eines Moduls im Leerlauf. Sie lesen sie im Datenblatt ab.
- MPPT-Eingang: ein Solareingang am Speicher. Die Solarbank hat vier, Sie nutzen zwei.
- Smart Meter: ein Messgerät im Zählerschrank. Es meldet dem Speicher, wie viel Strom das Haus gerade braucht, damit er genau so viel abgibt.
Phase 1: Den Platz prüfen
Nehmen Sie sich einen sonnigen Tag und ein Handy. Diese Schritte brauchen zusammen etwa eine Stunde.
- Himmelsrichtung bestimmen. Öffnen Sie die Kompass-App Ihres Handys, stellen Sie sich dorthin, wo die Module hängen sollen, und halten Sie das Handy flach. Süden liegt bei 180 Grad. Zwischen Südost und Südwest ist der Ertrag gut. Ost oder West liefert weniger insgesamt, verteilt den Strom aber auf Morgen und Abend.
- Schatten prüfen. Fotografieren Sie den Platz um 9, 12 und 15 Uhr in Richtung Himmel. Achten Sie auf Bäume, Nachbarhäuser, Dachvorsprünge und Antennen. Schon ein dünner Schatten, der über einen Teil des Moduls läuft, kann seinen Ertrag spürbar senken. Wenn der Platz zwischen 10 und 15 Uhr längere Zeit im Schatten liegt, suchen Sie einen anderen.
- Maße nehmen. Messen Sie die verfügbare Fläche mit dem Maßband aus. Ein Modul dieser Klasse ist typischerweise etwa 1,7 m hoch und 1,1 m breit und wiegt rund 20 kg. Das genaue Maß steht im Datenblatt des Moduls. Zwei Module nebeneinander brauchen also etwa 2,3 m Breite.
- Befestigung beurteilen. Geländer müssen fest verschraubt sein und dürfen nicht wackeln. Bei einer Wand brauchen Sie massiven Untergrund (Beton, Vollziegel, Vollstein). Hohlziegel und Dämmfassaden tragen so ein Gewicht nicht ohne Spezialanker. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie einen Handwerker draufsehen.
- Weg zur Steckdose messen. Die Steckdose soll in der Nähe des Speichers sein, geerdet und wettergeschützt. Eine Mehrfachsteckdose ist nicht erlaubt. Messen Sie, wie weit Module und Speicher voneinander entfernt stehen, damit Sie die Modulkabel in der passenden Länge kaufen.
- Platz für den Speicher festlegen. Er wiegt 29,2 kg und braucht eine ebene, tragfähige Fläche, nicht in einer Pfütze und nicht im Dauerregen.
Den Ertrag für Ihre Adresse rechnen Sie mit dem Solarrechner oder mit dem EU-Werkzeug PVGIS. Als grober Richtwert liefern 860 Wp bei freier Südlage in Deutschland etwa 700 bis 900 kWh im Jahr. Am senkrechten Geländer sind es weniger.
Phase 2: Anfragen vor dem Kauf
Vermieter oder Eigentümergemeinschaft
Steckersolargeräte zählen seit Oktober 2024 zu den privilegierten Maßnahmen. Sie müssen sich melden, ablehnen darf man nur aus einem wichtigen Grund. Schreiben Sie eine kurze Nachricht: wo die Module hängen sollen, wie viele es sind, dass die Halterung fachgerecht befestigt wird, und dass Sie für Anmeldung und Versicherung sorgen. Bewahren Sie die Antwort auf.
Netzbetreiber
Rufen Sie an oder schreiben Sie. Notieren Sie Name und Datum der Auskunft. Fragen Sie:
- Wie melde ich einen Batteriespeicher an einem Steckersolargerät an? Gibt es ein Formular oder Portal?
- Verlangen Sie, dass ein Elektriker den Anschluss ausführt und bestätigt?
- Welchen Zähler habe ich, und wann wird er getauscht?
Elektriker
Suchen Sie einen Betrieb, der in das Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers eingetragen ist. Sagen Sie klar, was Sie vorhaben: Zähler für den Speicher einbauen, Steckdose prüfen, Speicher anschließen, Prüfprotokoll. Fragen Sie nach dem Preis vorab und ob er die Anmeldung beim Netzbetreiber mit übernimmt.
Versicherung
Sagen Sie der Hausratversicherung Bescheid und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Anlage mitversichert ist. Gleiches gilt für die Haftpflicht.
Phase 3: Einkauf
Bestellen Sie erst, wenn die Antworten aus Phase 2 da sind. Preise und Lieferzeiten ändern sich laufend. Prüfen Sie vor dem Kauf immer, was im Lieferumfang steht, denn Angebote mit demselben Titel unterscheiden sich.
Anlagenteile
| Nr. | Teil | Menge | Produkt | Wozu |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Solarmodule | 2 | Solarmodul 430 W, bifazial, All-Black, Glas-Glas | Erzeugen den Strom. Zusammen 860 Wp. Bei Mehrfachpacks entsprechend weniger bestellen. |
| 2 | Speicher mit Wechselrichter | 1 | Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro mit Smart Meter | Akku mit 2.688 Wh und eingebautem Wechselrichter. Sie brauchen keinen zweiten Wechselrichter. Der Smart Meter gehört laut Angebotstitel dazu. Prüfen Sie den Lieferumfang vor dem Kauf. |
| 3 | Verlängerungskabel Modul → Speicher | 2 | Solartronics Solarkabel 4 mm², 5 m, beidseitig mit Solarstecker | Je Modul ein Kabel. Kürzere oder längere Varianten nach Ihrer Messung wählen. |
| 4 | UV-feste Kabelbinder | 1 Pack | Kabelbinder schwarz, 300 mm, UV-beständig | Halten die Kabel an Halterung und Wand. |
| 5 | Kabelschellen | 1 Pack | Kabelschellen zum Schrauben, schwarz, mit M4-Schrauben | Führen das Kabel an Wand oder Balkonbrüstung. |
Halterung, je nach Standort eine wählen
| Standort | Produkt | Hinweis |
|---|---|---|
| Balkongeländer | Halterung für Balkongeländer, Aluminium, Winkel 0° oder 15–30° | Prüfen Sie, ob Ihr Handlauf rund oder eckig ist und welche Breite er hat. Zwei Module brauchen zwei Sets, falls das Angebot nur ein Paar enthält. |
| Flachdach, Terrasse, Garten | Aufständerung für 2 Module, 114 cm, Winkel 0 bis 90° einstellbar | Muss gegen Wind gesichert werden: verschrauben oder mit schweren Platten beschweren. |
| Hauswand, Fassade | Halterung für 2 Solarmodule, 15 bis 30°, für Fassade, Balkon und Flachdach | Prüfen Sie, ob Dübel im Lieferumfang sind. Passende Dübel für Ihren Untergrund besorgen Sie im Baumarkt. |
Phase 4: Der Aufbautag
Am Vortag
- Packen Sie alles aus und legen Sie es auf einer sauberen Fläche zusammen. Vergleichen Sie jedes Teil mit dem Lieferschein. Notieren Sie Fehlendes und melden Sie es sofort dem Verkäufer.
- Lesen Sie die Montageanleitung der Halterung vollständig. Wo sie von dieser Anleitung abweicht, gilt die Montageanleitung.
- Suchen Sie einen Helfer. Ein Modul wiegt rund 20 kg und ist als große Fläche schwer zu halten, der Speicher wiegt 29,2 kg.
- Schauen Sie auf den Wetterbericht. Wählen Sie einen trockenen, windarmen Tag. Bei Wind fassen die Module wie Segel.
Sicherheit während der Arbeit
- Tragen Sie Handschuhe und Schutzbrille, wenn Sie bohren oder hämmern.
- Arbeiten Sie nicht allein. Auf Leitern und in der Nähe von Brüstungen sichern Sie sich zu zweit.
- Lehnen Sie sich nie über die Balkonbrüstung. Halten Sie Module und Halterung nach innen.
- Legen Sie Werkzeug nicht auf Brüstung oder Dach ab.
- Stecken und lösen Sie Solarstecker nur, wenn der Speicher ausgeschaltet ist.
Schritt 1: Halterung am Balkongeländer
- Legen Sie die Halterungsteile aus und stellen Sie sie neben dem Geländer bereit.
- Hängen oder klemmen Sie die unteren Haken ein, genau nach Anleitung. Setzen Sie sie auf Höhe der Modulunterkante.
- Ziehen Sie die Schrauben zunächst leicht an, so dass sich die Teile noch verschieben lassen.
- Prüfen Sie mit der Wasserwaage, dass die Auflageschienen waagerecht liegen.
- Ziehen Sie die Schrauben fest, kreuzweise und gleichmäßig. Nehmen Sie den Drehmomentschlüssel, wenn die Anleitung einen Wert nennt.
- Rütteln Sie kräftig an der Halterung. Sie darf sich nicht bewegen.
- Sichern Sie die Halterung bis zum Einhängen der Module mit einem Spanngurt am Geländer.
Schritt 1 (Alternative): Halterung auf Flachdach, Terrasse oder Garten
- Suchen Sie einen ebenen, tragfähigen Untergrund. Bohren Sie nichts in die Dachabdichtung, ohne vorher einen Dachdecker zu fragen.
- Bauen Sie die Aufständerung nach Anleitung zusammen, ohne die Module einzusetzen.
- Stellen Sie sie so, dass die Module nach Süden zeigen. Ihr Kompass zeigt die Richtung.
- Stellen Sie den Neigungswinkel ein. Für den Jahresertrag sind grob 30 bis 40 Grad günstig. Steiler hilft im Winter, flacher im Sommer.
- Sichern Sie die Aufständerung gegen Wind: verschrauben oder mit schweren Platten beschweren, so dass sie sich nicht abheben kann.
Schritt 1 (Alternative): Halterung an der Hauswand
- Zeichnen Sie mit Wasserwaage und Maßband die Lage der beiden Schienen an. Halten Sie den Abstand der Module zueinander und zur Wand frei.
- Suchen Sie mit dem Leitungssucher an allen Bohrpunkten nach Strom- und Wasserleitungen. Bohren Sie nur dort, wo das Gerät nichts anzeigt.
- Setzen Sie die Schutzbrille auf und bohren Sie die Löcher mit dem Bohrhammer, genau in der Länge und im Durchmesser, die der Dübel verlangt.
- Blasen Sie den Bohrstaub aus den Löchern. Staub im Loch nimmt dem Dübel die Haltekraft.
- Setzen Sie die Dübel ein und schrauben Sie die Schienen an. Ziehen Sie alle Schrauben gleichmäßig an.
- Prüfen Sie mit der Wasserwaage, dass beide Schienen waagerecht und parallel sind.
- Rütteln Sie an den Schienen. Sie dürfen sich nicht bewegen.
Schritt 2: Module einsetzen
- Ziehen Sie die Handschuhe an. Tragen Sie ein Modul zu zweit an den Längsseiten, nie am Glas und nie an den Anschlusskabeln.
- Setzen Sie das erste Modul so ein, dass die Anschlusskabel nach unten zeigen. So läuft kein Wasser in die Stecker.
- Befestigen Sie es genau nach Anleitung der Halterung. Halten Sie es dabei, bis alle Klemmen oder Schrauben sitzen.
- Setzen Sie das zweite Modul daneben und befestigen Sie es genauso. Lassen Sie zwischen den Modulen den Abstand, den die Anleitung nennt.
- Rütteln Sie an beiden Modulen. Sie dürfen nicht klappern.
Schritt 3: Speicher aufstellen
- Wählen Sie den in Phase 1 festgelegten Platz. Der Boden ist eben, fest und trocken.
- Tragen Sie das Gerät zu zweit an den vorgesehenen Griffen. Es wiegt 29,2 kg.
- Stellen Sie es ab und prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob es gerade steht.
- Halten Sie rundherum Abstand, damit Luft zirkulieren kann und nichts den Anschluss berührt.
- Das Gerät hat die Schutzart IP65 und arbeitet laut Datenblatt zwischen −20 und 55 °C. Stellen Sie es trotzdem nicht in pralle Mittagssonne oder in eine Wasserlache.
- Lassen Sie es noch ausgeschaltet.
Schritt 4: Modulspannung gegen den Speichereingang prüfen
Dieser Schritt kostet nur zwei Minuten am Datenblatt und schützt Ihr Gerät vor einer Überspannung.
- Suchen Sie im Datenblatt oder auf dem Typenschild des Moduls den Wert „Voc“ (Leerlaufspannung) in Volt.
- Rechnen Sie bei Frost einen Aufschlag von etwa 10 Prozent drauf, denn kalte Module liefern höhere Spannung.
- Der Wert muss unter 60 V liegen. Das ist die Höchstspannung eines Solareingangs der Solarbank (Herstellerdatenblatt).
- Jedes Modul bekommt einen eigenen Eingang. Schalten Sie die beiden Module nicht hintereinander.
- Passt der Wert nicht, stecken Sie nichts an und fragen Sie Hersteller oder Händler.
Nach dem Einschalten (Schritt 6) zeigt die App die Spannung und Leistung je Eingang an. Dort kontrollieren Sie, dass beide Module Werte liefern.
Schritt 5: Kabel verlegen und anschließen
- Schalten Sie den Speicher aus. Ein Schalter oder die App zeigt den Zustand.
- Verlegen Sie je ein Verlängerungskabel vom Modul zum Speicher. Das erste Kabel verbinden Sie mit Modul 1, das zweite mit Modul 2.
- Lassen Sie vor jedem Stecker eine kleine Schlaufe nach unten hängen. So tropft Regenwasser an der Schlaufe ab und läuft nicht in den Stecker.
- Stecken Sie das Kabel von Modul 1 in einen Solareingang des Speichers, bis es hörbar einrastet. Ziehen Sie leicht daran, es darf sich nicht lösen.
- Stecken Sie das Kabel von Modul 2 in einen anderen Solareingang. Jedes Modul nutzt einen eigenen Eingang.
- Befestigen Sie die Kabel an Halterung und Wand mit den UV-festen Kabelbindern und den Kabelschellen. Legen Sie sie nicht über scharfe Kanten und ziehen Sie sie nicht stramm.
- Der Speicher bleibt noch aus und ohne Verbindung zur Steckdose.
Stopp: Hier beginnt der Elektriker
Die Anlage steht und ist mechanisch fertig. Stecken Sie den Speicher nicht in die Steckdose und bauen Sie keinen Zähler ein. Das macht der Elektriker.
Geben Sie ihm vor dem Termin die Herstellerunterlagen von Speicher und Zähler, das Datenblatt und die schriftliche Auskunft des Herstellers zum Typenschild. Er prüft die Steckdose (geerdet, wettergeschützt, kein Mehrfachstecker), den Stromkreis und die Absicherung, baut den Zähler im Zählerschrank ein und schließt den Speicher an. Lassen Sie sich ein Prüfprotokoll geben und bewahren Sie es auf.
Schritt 6: Einrichten in der App
- Installieren Sie die Hersteller-App auf dem Handy und legen Sie ein Konto an.
- Schalten Sie den Speicher ein und folgen Sie dem Koppeln-Assistenten der App. Viele Geräte nutzen nur das 2,4-GHz-WLAN. Wenn die Verbindung scheitert, schalten Sie das Handy auf dieses Netz um.
- Aktualisieren Sie die Firmware, bevor Sie etwas anderes einstellen.
- Binden Sie den Smart Meter in der App ein, nach der Anleitung des Herstellers.
- Stellen Sie die Ausgangsleistung auf höchstens 800 W. Setzen Sie eine Untergrenze für die Entladung, damit der Akku nicht ganz leerläuft.
- Testen Sie: Schalten Sie einen Verbraucher ein, etwa den Wasserkocher, und beobachten Sie in der App, ob der Speicher die Leistung nachfährt. Das Gerät braucht ein paar Sekunden.
Schritt 7: Anmelden
Marktstammdatenregister.
- Registrieren Sie sich auf der Seite der Bundesnetzagentur mit einem Konto.
- Wählen Sie die Anmeldung „Steckerfertige Solaranlage“.
- Tragen Sie ein: Inbetriebnahmedatum, Gesamtleistung der Module (860 Wp), Wechselrichterleistung (Wert vom Typenschild), Standort und Zählernummer. Die Zählernummer steht auf Ihrem Stromzähler.
- Geben Sie den Speicher an. Ein Ratgeber nennt ihn eine eigene Einheit mit eigenem Eintrag. Folgen Sie den Fragen im Formular.
- Speichern Sie die Bestätigung als PDF und machen Sie ein Foto vom Typenschild.
Netzbetreiber. Melden Sie den Speicher dort zusätzlich an, so wie er es in Phase 2 gesagt hat. Wer nicht anmeldet, riskiert Nachmeldeaufforderungen, Bußgelder und Stilllegung.
Alter Stromzähler. Wenn Sie noch einen Ferraris-Zähler mit Drehscheibe haben, der rückwärts laufen kann, wird das bis zum Tausch geduldet. Die Anmeldung löst den kostenlosen Tausch durch den Netzbetreiber aus.
Die ersten vier Wochen
- Woche 1. Prüfen Sie täglich in der App, ob beide Module etwa gleich viel liefern. Weicht eines stark ab, achten Sie auf Schatten oder einen losen Stecker.
- Woche 2. Vergleichen Sie, wie viel Strom der Speicher abends abgibt. Wenn er immer leer ist, prüfen Sie die Entladegrenze in der App.
- Woche 3. Schauen Sie, ob der Zähler im Haus den Speicher korrekt führt. Große Lastsprünge sollte er ausgleichen.
- Woche 4. Kontrollieren Sie Schrauben, Kabelbinder und Stecker mit Sicht und Hand.
Pflege
Ein- bis zweimal im Jahr spülen Sie die Module mit Wasser und weichem Schwamm ab, ohne scheuernde Mittel. Dabei prüfen Sie die Stecker auf Feuchtigkeit und die Kabelbinder auf Sprödigkeit. Nach dem ersten Herbststurm ziehen Sie die Halterungsschrauben nach. Firmware-Updates spielen Sie ein, wenn die App sie anbietet. Rechnung und Seriennummer heben Sie für Garantiefälle auf.
Wenn es nicht läuft
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache | Was Sie tun |
|---|---|---|
| Kein Ertrag, Akku bleibt leer | Stecker nicht eingerastet oder Module verdeckt | Speicher aus, Stecker neu setzen, später in der App die Spannung je Eingang ansehen |
| Ein Modul liefert deutlich weniger als das andere | Verschattung, Schmutz, loser Stecker | Schatten zu verschiedenen Zeiten prüfen, Modul reinigen, Stecker kontrollieren |
| Das Gerät verbindet sich nicht mit dem WLAN | Falsches Netz, zu weit vom Router entfernt | Auf das 2,4-GHz-Netz umschalten, Router näher heranrücken, im Zweifel den Hersteller kontaktieren |
| Der Speicher gibt abends nichts ab | Entladegrenze zu hoch, Smart Meter nicht eingebunden | Einstellungen und Zähleranbindung in der App prüfen |
| Im Winter lädt der Akku nicht | Schutzfunktion bei Kälte | Temperaturangaben im Handbuch lesen, den Standort windgeschützt wählen |
| Der alte Zähler dreht rückwärts | Ferraris-Zähler | Geduldet bis zum Tausch, Tausch beim Netzbetreiber nachfragen |
| Rauch, Brandgeruch, Hitze am Gerät | Defekt | Sicherung des Stromkreises ausschalten, Abstand halten, bei Feuer die Feuerwehr rufen |
Lohnt sich der Speicher?
Das Ministerium nennt einen Speicher im Einzelfall sinnvoll, aber wirtschaftlich abzuwägen. Der Speicher spart Ihnen nur den Strom, den Ihr Modul mittags erzeugt und den Sie erst abends brauchen. Wer tagsüber ohnehin viel verbraucht, gewinnt wenig. Wer tagsüber aus dem Haus ist und abends kocht und wäscht, gewinnt am meisten. Rechnen Sie so: zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunden im Jahr mal Ihrem Strompreis aus der Jahresabrechnung. Die Kilowattstunden lesen Sie nach ein paar Wochen in der App ab.
Quellen und Stand
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Kurzinformation zu Steckersolargeräten, Stand März 2026 (Grenzen 800 VA und 2.000 Wp, Anmeldung, Speicher, Zähler).
- Verbraucherzentrale: Gesetze und Normen für Steckersolar, Stand 6. März 2026 (Speicher, Normen, Versicherung, Mietrecht).
- Bundesnetzagentur: Balkon-Solaranlagen, FAQ-Stand 21. Februar 2025 (Registrierung, Leistungsgrenzen, Zähler).
- inFranken: Balkonkraftwerk mit Speicher anmelden, 10. August 2026 (Speicher als eigene Einheit im Register).
- Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, technisches Datenblatt des Herstellers (Eingänge, Gewicht, Schutzart, Temperaturbereich).